Winterweekend 2020 - Yeti

Die Suche nach dem wahren Yeti

Die Sonne prallte vom Himmel und die Luft klirrte vor Winterkälte, als sich eine Gruppe von Abenteurern an jenem besagten Samstag versammelte. Unter Leitung des unerschrockenen, von Wissbegierde und Leichtsinn getriebenen Sturm, begab sich jedermann in höhere Gebirge. Doch anstatt die bereits angereisten Expeditionsexperten an der Forschungsbasis (Salomonstempel) begrüssen zu können, wurde mit Schrecken festgestellt; dass keine Menschenseele ausfindig zu machen war. Blitzgescheit, wie Sturm war, kombinierte er und wies darauf hin, dass hier nur der Yeti gewütet haben konnte.

In Basisnähe jedoch konnte keine einzige auf den Yeti hinweisende Spur gefunden werden. Doch das spornte die Abenteuerlustigen umso mehr an Detailforschung zu betreiben. Neben Spurensuche und Laboranalysen wurde die nicht ganz simple und ungefährliche LKWSSQA (Lastkraftwagenschlauch-Schneequalität-Analyse) angewandt. Im Volksmund auch als „Schlüüchle“ bekannt. Nach diesen aufwändigen Forschungen in jedoch wettertechnisch idealen Verhältnissen, traf man sich um wertvolles Wissen über das was zählt, während und nach der Expedition, weiterzugeben. Wie wichtig dem Supervisor der Basis die persönliche Beziehung zu jedem individuellen Abenteuerlustigen ist.

Mitten in der Ruhe, plötzliche Dunkelheit. Ein Sturm von Schneegeschossen prasselte durch das angelehnte Fenster. Unheimliche Geräusche waren zu vernehmen. Verwirrung, Schreie. Panik lag in der Luft. Dann die Erleichterung, Licht durchflutete den Raum. Der Schock sass und jeder wusste, dass muss der Yeti gewesen sein. Mit pochenden Herzen stürmten einige Gruppen an die frische Luft, in der Hoffnung dem Yeti endlich auf die Spur zu kommen. Andere blieben, um die Basis zu beschützen. In der fieberhafter Suche kam wieder die LKWSSQA, sogar in der Dunkelheit des Abends, zum Einsatz. Doch ohne Ergebnis und müde fielen die zurückgekehrten Abenteuerlustigen in ihre Kajüten. Schnell verschwanden sie im Land der süssen Träume.

Das Morgenrot präsentierte sich in einer bisher noch nie gesehenen Pracht. Mit eher weniger als mehr Schlaf wurde ein neuer Versuch gestartet, den Yeti anzulocken. Eine Wunderschöne Yeti-Frau sollte her. Konnte sie ihn anlocken? Da, etwas Verdächtiges war doch im Busch! Die etwas nervöse und zerstreute Reporterin tauchte aus dem Unterholz auf. Sie gestand, dass die ganze Yetigeschichte geplant gewesen und ein Schwindel sei.

Enttäuschung machte sich breit. All die Energie, der Nervenkitzel, die Abenteuerlust, das Herzblut und der Glaube an den Yeti umsonst? „Naja“, musste Sturm sich eingestehen, dafür hatte die Reporterin nun eine sensationelle Geschichte. Und alle Abenteuerlustigen konnten hoffentlich etwas mitnehmen, was für die Ewigkeit bleibt. Also doch nicht ganz umsonst.

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